Profil


Leitbild mit Erläuterungen


Der gesellschaftliche Wandel betrifft die Schule auf besondere Weise und stellt alle am Bildungsprozess Beteiligten vor immer neue Herausforderungen, denen wir uns stellen wollen.


1. Wir verstehen unsere Schule als eine Gemeinschaft von Schülern, Lehrern, Eltern und allen Mitarbeitern. In ihr ist die Würde des Menschen Grundlage allen Handelns. Wir tragen Verantwortung für die Gemeinschaft und uns selbst in allem, was wir tun und unterlassen.
Schüler, Eltern, Lehrer und alle Mitarbeiter tragen gemeinsam Verantwortung für die Schulgemeinschaft des Christophorus-Gymnasiums Altensteig. Jeder ist verantwortlich für die Entwicklung unserer Schule. Vertreter der verschiedenen Gruppen wirken gleichwertig an unserer Schulentwicklung mit.

2. Das durch unseren Namenspatron geschaffene Bild vom Tragen und Getragenwerden in der Gemeinschaft prägt Lernen, Lehren und Leben am Christophorus-Gymnasium Altensteig.
In der Legende trägt Christophorus, weil er groß und stark ist, unermüdlich und schließlich auch das Christus-Kind auf dem Rücken über einen gefährlichen Fluss.
Grundlage unseres Handelns ist dieser Christophorus-Gedanke: Wir leben und erleben Mitmenschlichkeit, wir geben und nehmen, wir bieten und nehmen Hilfe an, wir tragen einander und werden getragen.

3. Wir behandeln andere, wie wir von ihnen behandelt werden wollen, und achten dabei Leben und Würde, Individualität und Verschiedenheit aller.
Wir gehen offen aufeinander zu, nehmen die Persönlichkeit unseres Mitmenschen mit ihren Stärken und Schwächen wahr und akzeptieren sie. Wir übernehmen Verantwortung für uns und für andere. Unsere Schule versteht sich als Ort der Toleranz, Offenheit und Ehrlichkeit. Das gewährleistet, dass Probleme und Konflikte durch alle Beteiligten fair und offen gelöst werden. Eine angst- und gewaltfreie Atmosphäre, offene Gesprächskultur sowie konstruktive Kritik und Selbstkritik sind uns wichtig. Dies fördern wir, indem wir uns gegenseitig achten und wertschätzen.
Bei pädagogischen Tagen, Klassenlehrerstunden, Projekttagen und anderen Aktivitäten hat das Thema Kommunikation eine große Bedeutung. Ein professionelles Kommunikationstraining für Eltern, Lehrer und Schüler soll uns auch auf diesem Gebiet zu Experten machen.

4. Wir erwarten von jedem, sich entsprechend seiner Gaben und Fähigkeiten in die Gemeinschaft einzubringen, und wir respektieren ihn in seiner Ganzheitlichkeit.
Ein wechselseitiges Geben und Nehmen fördert und würdigt in vielfältiger Weise die Initiativen der Lehrer, Schüler und Eltern, fordert diese aber auch ein.
Indem wir die Persönlichkeit des Einzelnen stärken und die Gemeinschaft fördern, machen wir Kinder stark - und das ist unser zentrales Anliegen.
Gesundheitserziehung, Gewalt- und Drogenprophylaxe sind Themen, die uns alle angehen. Deshalb setzen sich alle Klassen und Gremien mit ihnen auseinander. Fachleute werden vermittelt, wenn dies angezeigt erscheint.

5. Wir entwickeln solidarisches und nachhaltiges Denken und Handeln und verpflichten uns auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und Toleranz, des Respekts, der Gerechtigkeit und des Friedens.
Wir gehen achtsam und respektvoll miteinander um, stellen uns nicht gegenseitig bloß, verhindern und bekämpfen Mobbing. In einer angstfreien Lernatmosphäre verzichten wir auf körperliche, verbale und seelische Gewalt. Wir bilden Mediatoren, Mentoren und Streitschlichter aus, um unserem Ziel einer gewaltfreien Schule näher zu kommen.
Gegenseitiges Vertrauen ermöglicht den konstruktiven Umgang mit Kritik. So überprüfen wir auch unsere Erziehungsziele und unsere Erziehungsmaßnahmen immer kritisch und entwickeln sie weiter.
Fehler sind Chancen zum Lernen. Wir sprechen sie offen und fair an. Alle haben das Recht, um Hilfe zu bitten, und die Pflicht, Hilfe zu gewähren, wenn Fehler gemacht worden sind.

6. Wir gestalten den Lebensraum CGA unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Jeder ist verantwortlich für die Gestaltung und Pflege unseres Hauses, in dessen lebendiger Atmosphäre wir gerne zusammen leben und lernen.
Das naturnahe Schulgelände lädt uns dazu ein, die natürliche Umwelt zu entdecken. Indem wir in dieser Umgebung lernen und arbeiten, erkennen wir, wie wichtig eine nachhaltige Entwicklung ist. Wir greifen das Angebot unseres Schulgeländes auf, um darin zu lernen und zu lehren. Schüler, Eltern, Lehrer und Mitarbeiter pflegen es gemeinsam. Es ist wichtig, dass jeder in unserer Schule lernt, dass der Mensch auf die Natur angewiesen ist. Der Grundsatz "Global denken - lokal handeln" ruft uns dazu auf, unsere Umwelt unter ökologischem, kulturellem und sozialem Aspekt zu gestalten. Das heißt, wir arbeiten in schulischen Gremien mit, beteiligen uns an Pro-jekten der Stadt Altensteig und engagieren uns in unseren Heimatgemeinden.
Internationale Verständigung und interkulturelles Lernen betreffen den gesamten Schulalltag. Wir lernen andere Menschen, deren Sprachen, Kulturen und Religionen kennen. Erst wenn wir uns im Anderen wiedererkennen, haben wir unsere eigene Kultur verstanden. Unser Angebot von vier Fremdsprachen und der internationale Schüleraustausch mit Frankreich und Großbritannien, USA und Singapur sind große Schritte auf dem Weg zu einer internationalen Verständigung. So lernen wir, Fremde in ihrer Art zu akzeptieren.
Wir wissen, dass EINE WELT nur dann möglich wird, wenn wir uns für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen und alle unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten nutzen, um Armut, Elend und Unterdrückung zu bekämpfen. Nur durch gemeinsames Handeln erreichen wir eine lebenswerte Zukunft in einer friedlichen Welt. Entsprechende schulische Projekte sind Schritte auf diesem Weg.

7. Wir lernen und leben demokratische Rechte und Pflichten in unserer Schulgemeinde.
Schüler, Lehrer und Eltern, vertreten in den entsprechenden am Schulleben beteiligten Gremien, sind bei wichtigen Entscheidungen gefragt und suchen im Gespräch gemeinsam nach der besten Lösung. Alle Gremien und projektbezogene Arbeitsgruppen sind gemeinsam mit der Schulleitung verantwortlich für Planung, Abstimmung und Durchführung unserer Arbeit. Nur durch eine permanente und um Transparenz bemühte Kooperation werden beschlossene Regeln eingehalten und anvisierte Ziele erreicht. Wir entwickeln und würdigen die Fähigkeit, mit anderen zusammenzuarbeiten und fördern die Teamarbeit von Schülern, Lehrern und Eltern ebenso wie die Kooperation mit städtischen und wirtschaftlichen Einrichtungen und Betrieben.
Soziale Kompetenzen können wir nur lernen, wenn wir gemeinsam arbeiten und sinnvolles Zusammenleben üben. Klassenlehrerstunden, Schullandheimaufenthalte, Fahrten z.B. nach Dachau und Berlin und andere gemeinsame Projekte sind Chancen, um den richtigen Umgang miteinander zu lernen und zu üben.

8. Wir engagieren uns in einem vielfältigen Schulleben.
Unser Gymnasium vermittelt Allgemeinbildung, indem die drei Profile, das naturwissenschaftliche, das sprachliche und das musikalische, gleichberechtigt nebeneinander stehen. Wir fördern individuelle Begabungen und beachten die Individualität des Lernenden. Dem tragen wir u.a. im Förderunterricht und in offenen Unterrichtsfor-men Rechnung.
In Lernprozessen verbinden wir die Theorie mit der Praxis, indem wir uns an Wettbewerben beteiligen, in Arbeitsgemeinschaften und Arbeitsgruppen mitarbeiten, Exkursionen und Praktika durchführen. Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen weiten unseren Blick.
Im naturwissenschaftlichen Profil werden insbesondere experimentelle Methoden und Fähigkeiten entwickelt. Mit Natur, Umwelt, Wissenschaft und Technik umzugehen lernen wir am besten, wenn wir sie praktisch, auch außerhalb des Unterrichts, begreifen.
Englisch, Französisch, Latein, Russisch und Spanisch bilden unser sprachliches Profil. Dieses wird durch den internationalen Schüleraustausch unterstützt.
Im musikalischen Profil liegt der Schwerpunkt auf dem praktischen Singen und Musizieren. Eigene künstlerische Erlebnisse in zahlreichen Konzerten mit Chor, Orchester und den Musikprofilklassen führen zu einem vertieften Musik-Verstehen.
Unabhängig von ihrer Profilwahl sind Schüler in der Chor-, Orchester- und Theaterarbeit sowie in den Bereichen der bildenden Kunst und des Sports aktiv. Sie bereichern das kulturelle Leben der Schule und Stadt.
Auch außerhalb der Schule engagieren sich Schüler zuverlässig und verantwortlich in Vereinen, im Sozialpraktikum oder im EEVA-Projekt (Ehrenamt Engagement Vermittlung Altensteig).
Diese Aktivitäten prägen das Gesicht unserer Schule und werden deshalb von allen Gremien unterstützt.
Eltern, Ehemalige, Lehrer und Freunde der Schule engagieren sich im Förderverein und leisten damit einen finanziellen Beitrag zu einem vielfältigen Schulleben.

9. Wir verpflichten uns dem eigenverantwortlichen Lernen und Lehren als der zentralen Aufgabe unserer Schule.
Wir vertreten die Auffassung, dass der Mensch sich nur selbst bilden kann. Deshalb fördern wir Lehr- und Lernprozesse, die uns verantwortlich für uns selbst und unseren Erfolg machen. Wir tauschen uns ständig über Ziele, Inhalte und Methoden aus. Wir korrigieren und erweitern sie nach unseren Bedürfnissen und den Anforderungen, die an uns gestellt werden.
Indem wir unser Schulcurriculum gestalten und unseren Bedürfnissen und Möglichkeiten anpassen, nutzen wir die Chance, methodisch und fachlich Neues zu erfahren und uns selbst und unser Schulleben weiter zu entwickeln.
Unsere Schule ist ein Ort, an dem Sinn-volles sinn-voll gelernt wird. Indem wir uns selbst in die Verantwortung nehmen für das, was wir lernen und lehren und wie wir es tun, lernen wir nachhaltig. Neben der Vermittlung von Lernmethoden sind offene Unterrichtsformen (u.a. Frei- und Projektarbeit) sowie fachübergreifende Methodenkompetenzen wichtig und werden für alle Schüler angeboten.
Wir fordern Eigeninitiative im Lernprozess in allen schulischen und außerschulischen Bereichen. Projekte bieten dazu Gelegenheit.
Die Ausgestaltung der Bibliothek als Ort des Lernens im Zentrum unserer Schule wird intensiv betrieben. Die Nutzung der Computerräume ist während der Öffnungszeiten der Schule möglich.
Lern- oder Leistungsschwächen werden durch Zusammenarbeit von Fachlehrern und Eltern frühzeitig erkannt, um den betroffenen Jugendlichen die bestmögliche Hilfe zu gewährleisten. Fördermaßnahmen werden eigenverantwortlich in Anspruch genommen.

Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, sondern Feuer, die entzündet werden wollen. (Rabelais)